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Die Berge um Darjeeling, des nördlichsten Distriktes von West Bangalen
(Indien), sind die Heimat der Lepcha und nepalesischer Volksgruppen,
die Mitte des 20. Jahrhunderts in diese Regionen gebracht wurden,
als sie noch Teil des Britischen Indiens waren. Die Bevölkerung
der Lepcha, die bereits mehr als 50,000 Menschen umfasst, ist tibetanischen
Ursprungs und unterliegt dem schnellen Verfall ihrer Kultur und
Identität durch den wachsenden ökonomischen und kulturellen Druck.
Dennoch hat dieses Volk eine alte Geschichte und kriegerische Tradition,
die Jahrtausende von Jahren bis hin zum Lepcha-König Pohartak Panu
zurück reicht, der Alexander dem Großen mit seiner Armee entgegen
trat. Vor nicht all zu langer Zeit schickten die Lepcha ihre Söhne
zu den Gurkhas der Britischen Armee, einem Brauch, der nach der
Unabhängigkeit Indiens Bestand hat. Trifft man sie heutzutage an,
ist nicht mehr viel von ihrem ehemaligen so kriegerischen Aussehen
übrig geblieben. Sie wirken ihrem Schicksal und der ökonomischen
Isolation hilflos ausgeliefert.
Die Lepcha leben am Fuße des Himalajas, praktizieren größtenteils den buddhistischen
Glauben, die Gebete mit farbenfrohen Gebetsfahnen in den Himmel hinaufschicken. Sie
glauben daran, von Mutter Natur geboren worden zu sein und leben in ständiger Eintracht
mit ihr. Sie nennen sich selbst "Mutanchi Rongkup", "Mutters Lieblinge". So idyllisch
die Nähe zur Natur auch klingen mag, so ist sie auch Quelle des aktuellen Einbruchs der
Gemeinschaft und ihrer Identität. In einem der ärmsten Distrikte namens Dalapchand ist
das Land erschöpft und ausgelaugt durch jahrelange Überanspruchung des Bodens. Selbst
die Rotation der Anbauprodukte kann dieser Entbehrung nichts entgegensetzen. Die Ernten
verderben durch die Unfruchtbarkeit des Bodens und zeigen ein erhöhtes Vorkommen von Pilzen
und Parasiten. Das Dorf kann sich nur zwei Monate im Jahr aus eigener Kraft versorgen und
hat Nahrung zur Verfügung, die von so schlechter Qualität ist, dass Erwachsene sowie Kinder
ausgelaugt werden und anfällig für Krankheiten sind. Den Rest der Zeit sehen sie sich dem
teuren Import von Nahrungsmitteln gegenüber, der die ohnehin großen finanziellen Engpässe
noch verstärkt. Dazu kommt, dass der einzige Weg in und aus dem Dorf ein kleiner Pfad ist,
der gerade breit genug ist, um einem Träger Platz zu bieten, der zwei Stunden für den Auf-
bzw. Abstieg in das Dorf benötigt. Durch das Fehlen von Alternativen ist dieser Weg
mittlerweile zerfallen und folgt gefährlich nahe einem Landstrich, bei dem es 1996 bereits
zu Erdrutschen kam.
Kurzum: die Gemeinschaft Dalapchands kämpft um ihr Überleben und scheint diesen
Kampf nicht gewinnen zu können. Die Kinder des Dorfes spüren die Ausmaße des
ökonomischen Zerfalls, was besonders deutlich wird in hohen Sterberaten sowohl
bei Kindern als auch bei ihren Müttern (zweifellos auch Folge des frühen Heiratens)
und generell schlechter Gesundheit der Mütter und Kinder. Die Ausbildung der Kinder
ist von hohen Schulausstiegsraten gekennzeichnet; viele Kinder heiraten entweder
jung oder werden in den Süden zum Arbeiten geschickt. Wir wissen von alleine 36
Kindern dieses kleinen Dorfes, die anstelle einer guten Schulausbildung schwerer
Kinderarbeit im Süden nachgehen.
Als größte resistrierte Wohltätigkeitsorganisation zur Unterstützung
nepalesischer Kinder in Nepal und Indien haben wir beschlossen,
dass es höchste Zeit ist, den Kindern der Lepcha zu helfen. Wir
haben das unserer Meinung nach bedürftigste Dorf (Dalapchand) ausgesucht
und werden die Gemeinschaftshilfe in den nächsten zehn bis fünfzehn
Jahren von dort aus auf weitere Dörfer ausbauen. Das Dalapchand-Dorf-Projekt
wird für insgesamt dreieinhalb Jahre mit dem Ziel laufen, die Lebensfähigkeit
der Dorfbewohner zu erhöhen und somit auch eine Verbesserung der
Erziehung, Ausbildung, Gesundheit und Entwicklung der Kinder und
ihrer Mütter zu erreichen. Um das sicherzustellen, wird ein integriertes
Entwicklungsprogramm für die frühe Kindheitsphase im Dorfzentrum
mit genau diesem Zweck operieren und sowohl für die Ausbildung als
auch gesundheitliche Aspekte der Kinder und Mütter Sorge tragen.
Parallel dazu werden Einkommensinitiativen die Dorfgemeinschaft
aufrechterhalten und den Menschen erlauben, ihre Kultur und Identität
zu pflegen und zu bewahren. Im Gegenzug erwarten wir von der Gemeinde,
besser auf ihre Kinder zu achten, den Handel mit ihnen einzustellen
und die Kinder zurückzuholen, die im Süden des Landes Kinderarbeit
verrichten.
Phase 1 läuft von März bis August 2006 und in dieser Zeit legen wir den Grundstein für das Hauptprojekt durch
den Bau einer neuen Straße, die in das Dorf führt und es für die Außenwelt besser
zugänglich macht sowie weitere Entwicklung effizienter zu gestalten. Kosten: £3,622.
- landwirtschaftliche Empfehlungen und Hilfe bei der Bewässerung des Landes. Kosten: £3,393.
- die Vorbereitung des Baus eines Entwicklungszentrums für die frühe Kindheit
(Early Childhood Development Centre - ECDC), das in Phase 2 fertig gestellt werden wird
das auch die Ausbildung, gesundheitliche Verbesserung und das allgemeine Wohlergehen für
Vorschulkinder als auch Eltern sicherstellen wird. Kosten: £2,636.
- die Installation eines verbesserten Trinkwassersystems. Kosten: £2,500.
- die Sammlung der Daten der externen Kinder und ihrer Aufenthaltsorte und schließlich
ihre Rückkehr in die Gemeinschaft des Dorfes. Kosten: £200.
- Entwicklung eines Lehrplans und Training. Kosten: £300.
Das Projekt wird unter Aufsicht unseres neuen Partner-Trustes, dem Esther Benjamin Trust
India (EBT-I), geleitet. Die Beratung wird einerseits durch unseren landwirtschaftlichen
Berater Mr Roger
Cozens gegeben, der seit vielen Jahren in Nepal lebt und arbeitet und
weiterhin durch die technische Unterstützung der in London ansässigen Firma Whitbybird.
Das Gesamtbudget für drei Jahre beläuft sich auf £90,000, aber zu diesem Zeitpunkt suchen
wir nur die finanzielle Hilfe für Phase 1, für die ein Budget von £16,444 berechnet wurde
(bestehend aus £12,651 direkter Projekt- und £3,793 lokaler Administrationskosten).
Um speziell für das Dalapchand Dorfprojekt zu spenden, nutzen Sie bitte die folgende
Schaltfläche. Vielen Dank.
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